Ziergarten
Die Arbeiten im Februar
Niedliche Gänseblümchen
Weil es so hübsch anzusehen ist, trägt das Gänseblümchen den botanischen Namen ´Bellis perennis´ (schöne Ausdauernde). Diese Pflanze kennt eigentlich keine Ruhezeit und blüht unablässig, auch im Winter bei frostfreiem Wetter. Seine Blühwilligkeit gab das Gänseblümchen an Hybriden weiter, etwa an Tausendschönchen, die als zweijährige Frühlingsblüher neben Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht so beliebt sind. Manche schätzen blühende Gänseblümchen im Rasen, andere ärgern sich darüber.
Tipp:Gänseblümchen im Nachwinter als gesundes Wildgemüse verzehren und Salate oder Desserts mit Blüten und Blättern dekorieren.
Samtige Kätzchen
Sobald es tagsüber wärmer wird, plustern sich die glatten, grauweissen Kätzchen der Salweide (Salix caprea) auf und werden wuschelig und goldgelb. Das freut besonders Bienen und Hummeln, die bei milden Temperaturen über 9 °C unterwegs sind, um sich den ersten frischen Pollen des neuen Jahrs zu holen. Die Salweide, die bald nach Winterende oder fast noch im Winter blüht, ist eine wichtige Futterpflanze für Insekten und verdient unbedingt einen Platz im Garten. Sie ist zweihäusig, weshalb sowohl weibliche Exemplare mit den eher unscheinbaren Blüten als auch männliche Gehölze mit den flausehigen Kätzchen gepflanzt werden sollten.
Tipp: Alternativ zu diesen ziemlich umfangreich werdenden Sträuchern bietet sich die Hängekätzchenweide Salix caprea ´Pendula´ für den kleinen Garten an. Sie ist auf Stämmchen veredelt und bildet herabhängende Triebe. Diese Hängeform wird höchstens 200 cm hoch.
Gemeinsam in den Frühling
Krokusse und Schneeglöckchen sind die ersten Frühlingsboten und bilden gemeinsam eine wunderschöne Kombination. Auf die Blütezeit der Schneeglöckchen kann man sich grundsätzlich verlassen, bei Krokussen muss die richtige Sorte gewählt werden. Als Erster seiner Art blüht Elfenkrokus (Crocus tommasinianus), eine reichblühende Wildform mit lilafarbenen Blüten. Für mehr Kontrast und dunkleres Violett empfiehlt sich die zuverlässige Sorte ´Whitewell Purple´, die sich auch gut selbst vermehrt. Man pflanzt die Zwiebelchen im Herbst an einem geschützten Platz unter lichtes Gehölz oder zum Verwildern auf eine Naturwiese, wo sie sich ungestört vermehren können und in einigen Jahren dichte Teppiche bilden. Schneeglöckchen verpflanzt man am besten gleich nach der Blüte im Frühling, dichte Bestände sollten alle paar Jahre geteilt werden, damit sie ihre Blühkraft behalten.
Bald wird pikiert
Pikieren kommt vom französischen «piquer» und bedeutet stechen oder sticheln. Man pikiert Sämlinge, indem man mit einem Holz oder Kunststoffstift Löcher ins Substrat sticht und die Pflänzchen hineinstopft. Meist stehen Sämlinge nach dem Keimen ziemlich eng. Dann gilt es, ihnen mehr Platz zu verschaffen, weil sie sich sonst nicht optimal entwickeln. Tipp: Man pikiert, sobald sich die Keimblätter gegenseitig berühren, spätestens aber, nachdem sich das erste richtige Laubblatt gebildet hat. Und so geht´s: Man füllt eine Pikierschale mit Anzuchtsubstrat. Einige Sämlingesorgfältig aus der Erde nehmen, griffbereit hinlegen, dabei schwache Pflanzen aussortieren. Die lange Hauptwurzel der Sämlinge bei Bedarf etwas kürzen, mit Pikierholz ein Loch bohren, das Pflänzchen hineinhalten und mit dem Pikierholz von der Seite her andrücken. Der Wurzelansatz sollte knapp unter der Erde liegen. Abstand der Jungpflanzen je nach Grösse etwa 2 bis 3 cm. Ist die Pikierschale voll, giesst man vorsichtig an. Tipp: Handelt es sich nur um wenige Sämlinge, diese gleich in kleine Töpfe pikieren.