Gemüsegarten
Die Arbeiten im Februar
Tipps
- Nüsslisalat kann im Winter erhöhte Nitratwerte aufweisen, deshalb am besten um die Mittagszeit ernten.
- Kürbisse im Lager kontollieren, angeschnittenen Kürbis würfeln und tiefgefrieren.
- Vogelhäuschen und Futterstellen reinigen.
- Frostschutsabdeckungen auf Pflanzen kontrollieren.
Alte Sorten ausprobieren
Biosaatgut-Züchter wie Zollinger oder Sativa sind stets auf Schatzsuche nach längst vergessenen, aber altbewährten Gemüsearten. Eine kleine Auswahl, die Lust auf mehr macht: Die Salatsorte ´Forellenschluss´mit roten Tupfen auf dunkel- bis hellgrünen Blättern ist dekorativ in Beet und Teller. In der Wuchsform sieht sie dem Lattich ähnlich. Sie hat knackige Blätter und einen delikaten Geschmack. Spargelerbsen mit tiefroten Schmetterlingsblüten entpuppen sich im Garten als absolute Hingucker. Die vierkantigen, geflügelten Hülsen bringen Ernten, die im Geschmack mit Kefen zu vergleichen sind. Man sollte sie jung pflücken, da sie sonst zäh und faserig werden. Die Peperoni ´Rosso d´Asti´mit blockförmigen, dickwandigen Früchten stammen aus dem Piemont. Dieser Paprika ist saftig und sehr aromatisch. Die reichtragenden Zucchetti ´Runde von Nizza´ werden seit Jahren traditionell in Italien und Südfrankreich angebaut. Mit ihren hellgrünen, zart gestreiften, runden Früchten machen sie sich auch im Beet gut. Dieses Gemüse schmeckt am besten klein (ab 3 cm Durchmesser) als besondere Beilage. Die grösseren Früchte mit 10 cm Durchmesser eignen sich für leckere Füllungen. Die Karotte´China robust Selektion Z´ist eine süsse, knackige und früh reifende Sorte. Mit ihren kurzen, stämmigen Rüben eignet sie sich auch für weniger tiefgrundige Böden und fällt mit gesundem Laub auf, das sich resistent gegen Alternaria-Befall zeigt. Die Blätter der Roten Gartenmelde sowie des Erdbeer- und Baumspinats können den ganzen Sommer über als Spinatersatz geerntet werden. Die attraktiven, hoch wachsenden Pflanzen sind ein auffallender Schmuck für den Garten, ob im Beet an Stäben aufgebunden oder entlang einem stützenden Zaun gepflanzt.
Kalk hilft gegen Kohlhernie
Der Schleimpilz Plasmodiophora brassicae bildet an den Wurzeln von Kohlpflanzen und anderen Kreuzblütlern wie Rettich und Radieschen krebsartige Verwachsungen. Die Pflanzen fallen durch schlaffe, graue bis graugrüne Blätter auf. Wird Gemüse aus der Kohlfamilie immer wieder am gleichen Platz kultiviert, kann dieser Pilzgrossen Schaden anrichten. Doch wer hat schon so viel Fläche zur Verfügung, dass er alle sieben Jahre einen Fruchtwechsel einhalten kann? Deshalb ab Februar bei der Beetvorbereitung vorbeugend Kalk ausstreuen (200 bis 300 g pro 1 m2 Fläche) und leicht einarbeiten. Das verhindert die Keimung der Sporen. Statt Kalkstickstoff besser den organisch wirkenden Algenkalk verwenden. Dieser enthält neben viel Kieselsäure auch weitere Spurenelemente, zudem wirkt er wie sanfter Dünger und wärmt den Boden. Während der Vegetationsperiode vorbeugend in mehreren Gaben eine Jauche aus Kohl oder Tagetes auf Kohlkulturen ausbringen.
Aussäen
Unter Glas: Fortlaufende Sprossensätze vorkeimen.
Saatgutreste vom Vorjahr mit Keimproben testen. Frühe Sorten von Kohlrabi, Blumenkohl, Lauch, Weiss- und Blaukabis. Ausserdem Paprika, Tomaten, Kopfsalat, Kresse, Radieschen, Schnittsalat, Winterportulak. Frühe Kartoffeln vorkeimen.
Pflegen
Im Freien: Ende des Monats Kompost oder EM-Bokashi in die oberste Krume der Gemüsebeete einarbeiten. Nistkästen reinigen. Vögel füttern.
Unter Glas: Frühbeete und Gewächshäuser bei Sonnenschein lüften. Nach grösseren Schneefällen Glasflächen abfegen. Keimende Aussaaten mit Schachtelhalmtee gegen Pilzbefall überbrausen. Gemüselager: auf Fäulnis kontrollieren.