Balkon- und Zimmerpflanzen

Die Arbeiten im August

Nachwuchs beim Feigenkaktus

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Feigenkakteen (Opuntia) sind so genügsam, wie man sich eine Topfpflanze nur wünschen kann. Sie brauchen wenig Wasser und bringen dafür prächtige, gelbe Blüten und essbare Früchte hervor. Vermehren lassen sie sich ganz leicht, indem man ein «Ohr» der Pflanze abtrennt. Dazu werden die Ränder der Nahtstelle mit einem Messer angeritzt und das Stück vorsichtig abgebrochen. Der Abschnitt wird nun in ein Gefäss mit steiniger, humusarmer Kakteenerde gesteckt - das untere Ende sollte etwa 1 bis 2 cm mit Erde bedeckt sein.Aufgrund der geringen Pflanztiefe würde der Ableger kippen. Deshalb bindet man ihn mit Hilfe von Stützstäben gut fest. Hat er nach zwei bis drei Monaten an einem sonnigen Platz und bei geringer Bodenfeuchte Wurzeln geschlagen, können die Stützhilfen entfernt werden.

Stämmchen zum Nulltarif

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Als «Stämmchen» bezeichnet man Gewächse, die mittels Schnitt zu runden Kronen auf einzelnen, geraden Stämmen erzogen werden. Ohne Schnitt würden sie - ihrer Natur folgend - zu Sträuchern (Oleander, Lorbeer), Kletterpflanzen /(Bougainvillea) oder Bäumen (Olive) heranwachsen. Da die Kultur von Stämmchen arbeitsintensiv und langwierig ist, haben Formgewächse im Fachhandel ihren Preis. Kosten spart, wer selber Stämmchen aus Stecklingen oder Pflanzen zieht.
1. Anbinden: Am besten eignen sich Pflanzen mit möglichst geradem, kräftigem Mitteltrieb, den man an einen Stützstab bindet. Alle Seitenzweige werden dabei entfernt.
2. Aufleiten: Zunächst soll die Triebspitze an Höhe und der künftige Stamm an Dicke gewinnen. Deshalb schneidet man alle Seitentriebe ab. Die Triebspitze wird dabei laufend festgebunden, damit sie gerade wächst.
3. Kappen: Sobald der Stamm die gewünschte Grösse erreicht hat, wird die Triebspitze erstmalig abgeschnitten. Achtung: Mit diesem Schnitt wird die Stamm- und damit die Pflanzenhöhe weitgehend festgelegt. Korrekturen sind später nur schwer möglich.
4. Krone formen: Mit dem Kappen der Triebspitze wird eine erste Verzweigung eingeleitet. Kürzt man auch diese alle drei bis sechs Wochen ein, verzweigen sich die Triebe weiter. Dadurch bildet sich eine immer dichtere Krone. Der Stamm bleibt so lange von einem Stab gestützt, bis er kräftig genug ist, um das Gewicht der Krone zu tragen.

Reiche Ernte

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Damit an Obstbäumen im Topf reichlich Früchte reifen, ist eine konstante Pflege wichtig. An sonnigen Tagen sollte man Äpfel, Birnen, Aprikosen und Pfirsiche täglich wässern. Auf Regenfälle ist kein Verlass: Bei dichten Kronen überschirmen Blätter die Töpfe so stark, dass kaum ein Tropfen die Erde benetzt. Deshalb ist es wichtig, von Hand nachzugiessen, bis die Erde im Gefäss gut durchfeuchtet ist. Zudem benötigt Topfobst jede Woche eine Portion Volldünger, denn die Fruchtreife verlangt nach Nährstoffen. Wer im Frühjahr einen über drei Monate wirksamen Langzeitdünger verwendet hat, düngt ab Anfang August jede Woche flüssig nach.