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Ziergarten

Die Arbeiten im Mai

Tipps

  • Empfindliche Pflanzen mit Vlies vor Spätfrost schützen.
  • Lange Triebe von Kletterpflanzen regelmässig aufbinden.
  • Aus selbstgesammelten oder gekauften Beinwell-Blättern Jauche zur Pflanzenstärkung herstellen.
                 

Zeit für den Chelsea Chop

 

Es klingt brutal, aber es lohnt sich: Wer besonders lange Freude an Stauden wie Fetthennen, Glattblatt- und Raublatt-Astern, Sonnenhüten wie Rudbeckia und Echinacea, Katzenminze, Helenium oder Indianernesseln haben will, greift jetzt zur Schere und führt den Vorblüte-Schnitt alias "Chelsea Chop" durch. Dabei wird entweder die gesamte Pflanze um ein Drittel eingekürzt oder nur einzelne Bereiche. Aus den Blattachseln treibt sie wieder neu aus. So lassen sich gezielt Standfestigkeit und Wuchs steuern und die Blütezeit verlängern. Vorsicht: Je nach Witterung und geografischer Lage sind die Pflanzen mal besser, mal weniger gut ausgebildet. Sind die April- und Maitage sehr kühl und regnerisch, wartet man am besten bis zum Juni, speziell in höheren Lagen. Wichtig: Der Schnitt sollte bei eher feuchter Witterung vorgenommen werden, nicht bei langanhaltender Trockenheit, sodass die Pflanzen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind.

Ein Garten für Tiere

 
Hummeln und Eichhörnchen sind ja so süss - aber was ist mit Eidechsen und Blindschleichen? Als Sympathieträger stehen sie nicht an erster Stelle, sind aber ebenso faszinierend und nützlich für den Garten wie die Blütenbestäuber und Nussbaumpflanzer. Um die scheuen Tiere anzulocken, lässt man im Mai das Gras in einzelnen Gartenbereichen höher wachsen oder errichtet Holzstapel und Trockenmauern, in deren Ritzen die Tiere ein Quartier finden. Oder man legt in einer sonnigen Ecke ein Stück gewelltes Dachmaterial aus. Eine Schieferplatte, die sich im Sonnenlicht schön aufwärmt, funktioniert ebenfalls. Teiche sind Anziehungspunkte für Frösche, Kröten und Molche: Jetzt wäre übrigens ein guter Zeitpunkt, um dieses wichtige Ökosystem anzulegen.

Liebling des Monats: Akelei

  

Der Facettenreichtum der Akeleien ist gross: Neben den Wildformen gibt es bezaubernde Züchtungen wie die Pro-Specia-Rara-Sorte "Rotstern" mit Kelchblättern und Spornen in Rot, aufgehellt durch weisse Kronblätter. Gebüschelt wie Plunderröckchen tanzen die einen Blüten, während andere ganz in weiss oder in purpur daher kommen.Es lohnt sich, Akeleien in Gruppen zu pflanzen, so spielen sie ihren luftigen Reiz noch mehr aus. Sie mögen es sonnig bis halbschattig mit durchlässigem, nährstoffreichem und nicht zu trockenem Boden. Durch Selbstaussaat erforschen sie gern andere Gartenbereiche - manchmal so ungestüm, dass sie überhand nehmen. Die Sorten können dabei in die Wildform zurückfallen. Hier sollten die Blütenstände abgeschnitten werden, bevor sie sich versamen.

Tulpen und ihre Töchter

Es ist verlockend, das verwelkende Laub der Zwiebelpflanzen zu entfernen, doch in den Blättern stecken viele Nährstoffe für die nächste Blüte. Eine Ausnahme bilden verblühte Stängel, die man entfernen sollte. Ist das Laub verdorrt, kann man versuchen, Tulpen zu vermehren. Dazu die Zwiebel ausgraben und die Brutzwiebeln, die sich in den Achseln der Zwiebelschuppen gebildet haben, mit einem scharfen Messer vorsichtig lösen. Mutter und Töcher werden bis zum Herbst trocken, kühl und dunkel aufbewahrt; dann kommen sie mit genügend Abstand in den Boden. Mit einer Blüte ist im 2. Jahr zu rechnen.


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