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Ziergarten

Die Arbeiten im Juli

Tipps

  • Blumenwiese mähen, Schnittgut einige Tage liegen lassen.
  • Bei trockenem Wetter Staudenbeete nicht zu oft, aber gründlich wässern.
  • Rittersporn nach der Blüte zurückschneiden, mit Dünger und Wasser versorgen. 

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Gartenirrtum des Monats: Stauden teilt man nicht im Sommer

Das zeitige Frühjahr und der Herbst sind die klassischen Monate, um Stauden aus der Erde zu nehmen, den Wurzelstock zu teilen und neu zu verpflanzen. Im Sommer wird von dieser Vermehrungsmethode jedoch eher abgeraten. Die Teilung des Wurzelstocks lässt sich aber auch jetzt durchführen - vorausgesetzt, es handelt sich dabei um robuste Pflanzen. Sterndolde (Astrantia) oder Storchschnabel (Geranium) bieten sich dafür besonders an, da man sie nach der Blüte im Frühsommer eh zurückschneidet. Wer möchte, kann sie zu diesem Zeitpunkt vermehren. Dank einer Methode aus England gewinnt man aus einer Pflanze sogar bis zu zehn Jungpflanzen. Und so geht's: Den Wurzelstock in  mehrere Einzelteile zerlegen. Jedes Wurzelstück mit feinen Wurzelhaaren und einem Stängel pflanzt man separat in einen Topf. Die Töpfchen an einen schattigen Platz stellen und stets feucht halten. Dank der warmen Temperaturen bilden sich rasch neue Wurzeln und Blätter. Je nach Entwicklung kann man die neuen Pflanzen schon im Herbst oder im zeitigen Frühjahr auspflanzen. 

  

Glockenblume im Topf ziehen 

 

Die Dalmatiner Glockeblume 'Get Mee' (Canpanula poscharskyana) ist seit Jahren ein Renner. Es existiert wohl kein Gartencenter oder Blumenladen, wo man diese Züchtung nicht erhält. Die blauvioletten Blütensterne gibt es auch im Weiss. Campanula 'Get Mee' eignet sich wunderbar als Geschenk - und sie wird später gern in den Garten gepflanzt. Dies kann man durchaus tun, doch zuverlässiger blüht die niedrige mehrjährige Staude im Topf. Hier ist sie anspruchslos und wird von den Schnecken verschont. Die bepflanzten Töpfe sind im Garten durchaus praktisch, denn man kann sie überall dort aufstellen, wo gerade nichts blüht. Da 'Get Mee' genügsam ist, gedehit sie fast überall - nur zu sonnige oder zu schattige Plätze mag sie nicht. Regelmässige Wasser- und Düngergaben weiss sie zu schätzen. Im Winter hingegen braucht sie kaum Pflege, da sie auch Frost verträgt.

Staudenbeet statt Rasen?

Ist es im Sommer heiss und trocken, sollte man den Rasen ausgiebig wässern -  sonst wird aus dem geliebten Grün rasch eine braune Steppe. Das Wässern ist jedoch aufwendig und geht auch ins Geld. Da die Sommer hierzulande immer heisser und trockener werden, lohnt es sich zu überlegen, auf den Rasen zu verzichten. Weshalb also nicht ein Staudenbeet anlegen, wenn man sich eh nie auf dem Rasen tummelt? Es muss ja nicht gleich die ganze Fläche umgepflügt werden. Wem dies zu radikal ist: Ein Blumenrasen, den man weniger oft mäht und wo auch Beikräuter wachsen dürfen, steckt trockenes Wetter besser weg und fördert erst noch die Biodiversität. 


Lokalprognose