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Urbaner Garten

Saure Zeiten im Mai

Zuerst zeigten sich nur zaghaft ein paar Knospen und plötzlich steht der Rhabarber in voller Pracht mit dicken, saftigen Stängeln im Garten. Rhabarber gehört zu den beliebtesten Pflanzen im Nutzgarten, da er sehr pflegeleicht ist. Schon im April können die ersten Stängel geerntet werden, die Haupterntezeit ist allerdings im Mai und endet einer alten Bauerregel zufolge am Johannistag, am 24. Juni. Auch wenn das Ende der Erntezeit sicher nicht auf diesen Stichtag festgelegt werden kann, sollte Rhabarber nach Juni nicht mehr geerntet werden. Aufgrund des steigenden Gehalts an Oxalsäure zum Sommer hin muss dann aus gesundheitlichen Gründen auf den Verzehr verzichtet werden. Überzählige Stängel können jedoch gerüstet und fein geschnitten bestens eingefroren werden. Die Blätter sind nicht essbar; ein Sud aus Rhabarberblättern ist jedoch ein natürliches Spritzmittel gegen Blattläuse und zudem ein wertvoller Dünger für den Garten.

Gestürzter Rhabarberkuchen

Für eine Springform mit 28 cm Durchmesser - Zubereitung 30 Min. plus 45 Min. backen
         

500 g Rhabarber
200 g Zucker
100 g Butter
1 Zitrone, abgeriebene Schale                                         
2 Eier
100 g Mehl
125 g Maizena
3 TL Backpulver
1,5 dl Milch

Puderzucker zum Bestäuben

           

  1. Rhabarber rüsten und in Stücke schneiden. Den Boden einer Springform mit Backpapier belegen. Rhabarber darauf verteilen und mit der Hälfte des Zuckers bestreuen.
  2. Den restlichen Zucker mit der Butter und der Zitronenschale schaumig rühren. Ein Ei nach dem anderen beifügen. Das Mehl mit Maizena und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch zur Buttermasse rühren. Den recht flüssigen Teig über den Rhabarber giessen.
  3. Den Kuchen im auf 190 °C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille während ca. 45 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen den Rhabarberkuchen 10 Minuten abkühlen lassen. Den Rand der Springform lösen und den Kuchen auf eine Tortenplatte stürzen. Das Backpapier abziehen und den Kuchen nach Belieben vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

    

Die Arbeiten im Mai


Tipps

  • Samen von einjährigen Kletterpflanzen wie Prunkwinde, Kapuzinerkresse, Edelwicke oder Glockenrebe aussäen.
  • Stauden-Phlox Anfang Mai pinzieren, so bilden sich an den Trieben zusätzlich seitliche Blütentriebe.
  • Jungpflanzen von Balkonblumen regelmässig entspitzen, damit sie sich verzweigen und reicher blühen.
                                                         

Pfingstrosen jetzt pflanzen


Ab sofort sind blühende Stauden- und Strauchpfingstrosen im Fachhandel erhältlich. Während Staudenpfingstrosen einen Platzbedarf von 1 m haben, benötigen ihre strauchig wachsenden Verwandten schnell mal 1,5 m2. Natürlich haben Sortem mit gefüllten Blüten ihren besonderen Reiz. Wichtig zu wissen ist aber, dass diese bei Regen ziemlich schwer werden, wodurch sie rasch den Kopf hängen lassen. Daher wählt man besser einfach oder halbgefüllte Sorten, da hier das Wasser rascher aus den Blüten abläuft. Auch macht es Sinn, die Pfingstrosen unter lichte Bäume wie etwa Japanischer Ahorn zu setzen. Dies schützt die Blüten vor Regen und verlängert die Blütezeit. Vor der Pflanzung sollte der Boden 40 bis 50 cm tief gut gelockert werden. Bei Staunässegefahr wird auf dem Boden des Pflanzlochs eine mindestens 10 cm dicke Drainage aus Kies oder Sand ausgebracht.

Monilia und Blütenstecher

 

Welken die Zweige von Kirsche, Zierkirsche, Blutpflaume, Mandel oder Aprikose, ist dies das Zeichen für einen Pilzbefall durch Monilia. Damit sich diese Krankheit nicht ausbreitet, müssen befallene Triebe grosszügig entfernt und im Hauskehricht entsorgt werden. Anschliessend sollte man das Schnittwerkzeug desinfizieren oder abflammen. Rasch welkende oder abfallende Knospen und Blüten von Erd- und Himbeeren, aber auch von Historischen Rosen und Ramblerrosen sind ein deutliches Zeichen für einen Befall durch den Blütenstecher. Um ein Schlüpfen der Larven aus den in den Blütenböden gelegten Eiern zu verhindern, müssen schräg hängende oder bereits abgefallene Knospen und Blüten unbedingt entsorgt werden.

Formschnitt für Buchs & Co.

Ob Kugel, Kegel oder fantasievolle Tierfigur: Formschnittgehölze bringen Akzente ins Freiluftzimmer. Dazu eignen sich Buchs, Eibe, Liguster oder Japanische Stechpalme. Der beste Schnittzeitpunkt ist von Mitte Mai bis Ende Juni. Ende August sollte die Formgebung abgeschlossen sein, damit die neuen Triebe bis zum Winter ausreifen können. Da freigelegte Blätter gerne verbrennen, wird nur bei bedecktem Himmel geschnitten. Wo dies nicht klappt, sorgt eine Vliesabdeckung für Schatten. Ebenfalls zurückgeschnitten werden abgeblühte Sträucher wie Weide und Forsythie - dabei stark verzweigte Triebe entfernen, was den Austrieb neuer Triebe fördert. In Form gebracht werden auch überalterte, bereits verblühte Polsterpflanzen wie Polster-Phlox, Gänsekresse und Blaukissen. Seien Sie dabei nicht zimperlich.

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