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Obstgarten

Die Arbeiten im Mai 

Tipps 

  • Beerensträucher können jetzt mit alten Laub und Stroh gemulcht werden.
  • Sobald die Brombeertriebe lange genug sind, werden sie ans Spalier gebunden.
  • Neupflanzungen gut wässern.
              

Schutz und Kraft


In vielen Gärten gibt es eine Ecke, die den Brennnesseln überlassen wird. Jetzt kurz vor der Blüte der Grossen und Kleinen Brennnessel gibt es für sie eine gute Verwendung: Brennnesselsud hilft gegen Milben und Läuse und enthält gut verfügbare Nährstoffe für unsere Obstbäume. Neben der Ameisensäure enthalten Brennnesseln viel Eisen, Phosphor, Kalium, Kalzium und Kieselsäure. Für den Sud werden Stängel und Blätter klein geschnitten und in ein Fass oder einen grossen Eimer gegeben, wo die Blätter zuerst einige Stunden anwelken sollen. Auf 1 kg Frischmasse kommen 10 Liter Wasser aus der Regentonne. Das Behältnis wird abgedeckt und an einen schattigen Ort gestellt. Spätestens nach 2 Tagen sollten die Pflanzenteile abgesiebt werden. Der Sud kann jetzt direkt auf kranke und befallene Blätter und Triebe gesprüht werden. Bleibt der Sud noch einige Wochen stehen, entwickelt sich eine Jauche daraus, die aber um einiges agressiver wirkt und nicht mehr unverdünnt ausgebracht werden darf. Gerade jetzt im Anfangsstadium der Blattläuse wirkt Brennnesselsud Wunder.


Augen auf!

Kurz nach der Blüte empfiehlt es sich, aufmerksam gegenüber allen Gehölzen zu sein. Denn abhängig von der Witterung und den Temperaturen treten jetzt Schädlinge und Krankheiten auf. Teilweise kann man momentan noch darauf reagieren. Bei frühem Mehltaubefall an den Triebspitzen von Stachelbeeren und anderen Ribes-Beeren sollte man die befallenen Triebe weit zurückschneiden. Von Monilia infizierte Blüten der wärmeliebenden Aprikosten und Pfirsiche werden ebenfalls herausgeschnitten. Beim Kernobst ist jetzt der Feuerbrand aktuell. In der Nähe stehendes Wildobst wie Vogelbeere, Weissdorn und Mispel wird ebenfalls regelmässig kontrolliert. Dabei kann man auf gekrümmte Triebspitzen und hellbraune, harzfarbene Schleimtropfen achten.

Die wachsende Flaschenpost

Solange junge Birnen noch Daumengrösse haben, lassen sie sich leicht zu einer dekorativen Delikatesse verwandeln. Seit durch eine Walliser Familie in den 1940er-Jahren das Verfahren der in der Flasche gewachsenen Birnen Verbreitung fand, ist die Flaschenbirne auch heute noch eine beliebte Spezialität. Tatsächlich lässt sich das Experiment sehr leicht nachmachen. Für eine Flaschenbirne wird zwischen Mitte und Ende Mai eine gesunde Birne ausgewählt, wofür Blätter und andere nahstehende Birnen abgenommen werden. Klassischerweise kommen Birnen der Sorte "Williams Christ" in die Flasche, es eignen sich aber auch andere Sorten. Damit die Birne in die Flasche passt, sollte der Flaschenhals nicht allzu lang sein. Die ganze Flasche kann in eine Plastiktüte gepackt werden, bevor sie über die Birne gestülpt wird. Mit den Ecken der Plastiktüte lässt sich die Flasche an einem Ast hochbinden, wobei die Flasche so hängen sollte, dass Kondenswasser abfliessen kann. Mit einer Schnur oder einem Draht geht es aber auch. Meistens sind die Birnen etwas früher reif, sodass sie oft schon Ende August geerntet werden können. Die Flasche wird mit einem Birnenbrand aufgefüllt und fertig ist das schöne Andenken an den Mai.

  

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