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Gemüsegarten

Die Arbeiten im Juli


Tipps

  • Winter- und Lagergemüse aussäen (etwa Bohnen, Kohlarten, Mangold, Randen.)
  • Kohlgewächse alle 2 bis 3 Wochen mit verdünnter Pflanzenjauche düngen und auf Raupenbefall kontrollieren.
  • Kartoffeln anhäufeln.

Mit Buschbohnen in die zweite Runde

  

Bis Mitte Juli können abgeerntete Beete mit Buschbohnen bepflanzt werden. Sie eignen sich auch hervorragend für die Mischkultur mit Randen. Wichtig: Die Samen sollten nicht bei Hitzeperioden über 25 °C gepflanzt werden, denn Bohnen keimen bei hohen Temperaturen nicht mehr und werfen zudem bei Hitze ihre Blüten ab. Bohnensamen lässt man 3 bis 8 Stunden in kaltem Kamillentee vorquellen - je trockener der Boden, desto länger. Damit werden die Sämlinge vor Pilz- und Schädlingsbefall geschützt. Wer nach dem Mondkalender gärtnert, steckt die Bohnenkerne bei aufsteigendem Mond - also ausserhalb der Pflanzzeit - in die Erde. Sie keimen dann rascher und bleiben nicht im Boden 'hocken'. Tipp: Beim Aussäen die Bohnensamen höchstens 2 cm tief in die Erde legen. Im Volksmund sagt man, sie sollen die 'Kirchenglocken läuten hören'.

 

Salat ist nicht gleich Salat  


Batavia stammt ursprünglich auf Frankreich - und er ist ebenso knackig wie Eisbergsalat, mit dem er verwandt ist. Mit seinen appetitlichen rotgrünen Köpfen eignet sich Batavia besonders gut als Spätsommersalat, denn er stängelt bei heisser Witterung kaum auf und kann im Beet gut mit Kohlrabi und Winterlauch kombiniert werden. Er bildet lockere, offene Köpfe, was bei anhaltendem Regen von Vorteil ist. So faulen die Blätter weniger rasch. Eisbergsalat erhielt der Legende nach seinen Namen, als er vom Anbaugebiet an der Westküste der USA bis an die Ostküste transportiert werden musste. In den 1930er-Jahren gab es noch keine Kühlwagen wie heute, deshalb wurden die Salatköpfe in den Eisbahnwaggons auf riesigen Eisblöcken, sogenannten 'Eisbergen' transportiert. Tatsächlich beträgt die Lagerfähigkeit von Eisbergsalat bei 0 °C bis zu 3 Wochen. Wie alle anderen Salate ist auch Batavia ein Lichtkeimer. Für die Anzucht streut man die Samen auf die Erde, giesst sie gut an und setzt sie mindestens 3 bis 4 Stunden dem vollen Sonnenlicht aus. Anschliessend mit einer dünnen Schicht Erde bedecken, damit die Samen bis zur Keimung nicht austrocknen. 


Mit Randen wird es bunt

Jetzt ist die Zeit ideal, um Randen auszusäen und sie später einzulagern. Mit den bunten Knollen lassen sich die Farben des Sommers wunderbar speichern und im Winter schmackhafte Gerichte auf den Tisch zaubern. Randensamen sind kleine Multipakete in Kugelform. Für die Aussaat legt man sie in 1 cm tiefe Rillen und bedeckt sie leicht mit Erde. Meist keimen pro Kügelchen ein bis drei Pflanzen. Später werden die Keimlinge vereinzelt, sodass nur noch alle 10 cm eine Pflanze steht. Die ausgezupften Randensämlinge kann man entweder in einer zweiten Reihe - im Abstand von 30 cm - einpflanzen oder roh als Sprossen im Salat servieren. Eine Delikatesse sind weisse Randen, etwa die Sorte 'Alba', die mild und weniger erdig schmeckt. Leckere Häppchen gibt die rübenförmige dunkelrote Rande ab, wenn man sie als runde Scheiben auf einem Teller anrichtet. Die gelbe Sorte 'Golden' hingegen wird am besten in Essigwasser sterilisiert oder heiss eingefüllt. Auf diese Weise behält sie ihre leuchtend gelbe Farbe, denn 'Golden' ist nicht gut lagerfähig. Tipp: Auch junge Randenblätter sind essbar: Kurz in Olivenöl gedünstet und mit etwas Salz gewürzt, sind sie eine feine Delikatesse.


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