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Gemüsegarten

Die Arbeiten im April


Tipps

  • Auf dem Fensterbrett Bohnen, Mais, Kürbis, Zucchetti und Gurken vorziehen.
  • Tomaten bei über 15 °C im Freiland an einem geschützten Platz abhärten.
  • Letzte Ernte von Winterwurzelgemüse. 

Drei Geschwister im Milpa-Beet

  

Das Milpa-Beet ist eine besondere Form der Mischkultur und stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Seit Urzeiten haben die indigenen Völker die drei Geschwister Mais, Bohne und Kürbis im gleichen Beet angebaut. Mais benötigt für ein gutes Gedeihen reichlich Nährstoffe, zudem viel Wärme und Wasser. Werden Bohnen zum Mais gepflanzt, versorgen diese den Boden mit Stickstoff. Sie klimmen am Mais hoch und schützen so die Stängel vor zu viel Hitze. Für ein gleichmässiges Bodenklima werden Kürbisse dazugepflanzt. Es wird vermutet, dass CO2, das aus dem Boden austritt, von den Kürbisblättern zurückgehalten wird und auf diese Weise die Pflanzen zusätzlich mit Nährstoffen versorgt. Werden Bohnen gleichzeitig mit Mais verzehrt, sind sie leichter verdaulich. 

 

Das Milpa-Beert bepflanzen

Für das Beet eine sonnige Gartenecke mit einer Fläche von etwa 2 x 2m wählen und die Erde in einer Höhe von 30 cm aufschichten. 20L reifen Kompost oder 10L Mist sowie 3L Holzasche aus unbehandeltem Holz einarbeiten. 

Und so geht's:

1. Ab April den Mais aus Samen vorziehen. Sobald die Setzlinge 15 cm hoch sind, pflanzt man sie im Abstand von 30 x 60cm ins Beet. Für eine gute Befruchtung braucht es etwa 20 Pflanzen. 

2. Sind die Jungpflanzen etwa 30cm hoch, werden pro Mais 5 Feuer- oder Stangenbohnen in die Erde gesteckt. Die Bohnentriebe jeweils zu den Maispflanzen hinführen, bis sie daran hochranken.

3. Wenn die Bohnen 30cm hoch sind, pro m2 einen vorgezogenen Kürbis- oder Zucchetti-Setzling pflanzen.

4. Das Beet kann mit Studentenblumen, Ringelblumen, Sonnenblumen oder Topinambur verschönert werden. 

Variante: Das Milpa-Beet in einem Hochbeet anlegen. Dabei Stangenbohnen und Kürbis durch Buschbohnen und Rondini ersetzen. 

Tipp: Den Mais ausreichend wässern, bei Bedarf die Pflanzen schützen. 


Rhabarber-Sud vertreibt Blattläuse

Ab April erscheinen bei Rhabarber die ersten Blätter. Daraus lässt sich ein biologisches Spritzmittel herstellen, das lästige Blattläuse vertreibt: 1 kg Rhabarberblätter, klein geschnitten, und 1L Wasser in einen Kochtopf geben und 24 Stunden ziehen lassen. Anschliessend 30 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln, absieben und abkühlen lassen. Befallene Pflanzen mit dem unverdünnten Sud an 3 aufeinanderfolgenden Tagen behandeln. 


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